Kognitive Fähigkeiten können noch im hohen Alter verbessert werden

Viele Senioren klagen über Konzentrationsstörungen oder schwächelndes Erinnerungsvermögen. Dagegen kann jedoch aktiv vorgegangen werden! Das zeigte eine breit angelegte Studie von der University of Alabama Birmingham an der mehr als 2.800 Senioren und Seniorinnen teilnahmen. Die Probanden unterzogen sich einem fünfwöchigen Kurs, in dem ihre kognitiven Fähigkeiten gezielt geschult wurden.

Mit zunehmendem Alter lassen die Konzentrationsfähigkeit und das Gedächtnis oft nach; kleine alltägliche Aufgaben machen dann viel mehr Mühe als in jüngeren Jahren. Ältere Menschen müssen sich jedoch keinesfalls mit einem Abbau ihrer kognitiven Fähigkeiten abfinden, wie ein Team von Wissenschaftlern der University of Alabama beweisen konnte.

Mehr als 2.800 Seniorinnen und Senioren im Alter von 65 – 94 Jahren nahmen an der ACTIVE-Studie (Advanced Cognitive Training for Independent and Vital Elderly) teil. Die Wissenschaftler wollten im Rahmen dieser Studie ergründen, ob sich die kognitive Leistungsfähigkeit im Alter nachhaltig verbessern lässt.

Die Probanden wurden einem fünfwöchigen Kurs unterzogen, in dem das Erinnerungs- bzw. Konzentrationsvermögen durch verschiedene Aufgaben geschult wurde. Bereits nach fünf Wochen wiesen die Teilnehmer beim direkten Vergleich mit einer Kontrollgruppe ein signifikant höheres kognitives Leistungsvermögen auf. Dieser geistige Schub war auch zwei Jahre nach dem Gehirntraining noch feststellbar. Kognitives Training übt also eine nachhaltige Wirkung aus.

Das Gehirn möchte vor regelmäßige Herausforderungen gestellt werden, ansonsten „rosten“ die kognitiven Fähigkeiten im Alter zunehmend ein. Umgekehrt hat die ACTIVE-Studie jedoch gezeigt, dass es auch noch im hohen Alter sinnvoll ist, mit dem Gehirntraining zu beginnen.

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