Geistig aktiver Lebensstil als Demenzvorsorge

Personen, die ihr Gehirn regelmäßig beschäftigen, erkranken seltener an Demenz. Das ergab die "Medical Research Council Cognitive Function and Ageing Study", an der über 13.000 Personen ab einem Alter von 65 Jahren teilnahmen. (Weitere Informationen finden Sie hier.)

Kann das Risiko einer Demenz durch geistige Aktivität gesenkt werden? Der australische Wissenschaftler Michael Valenzuela vom „Prince of Wales Hospital“ und seine Kollegen untersuchten über einen Zeitraum von 10 Jahren mehr als 13.000 Senioren und Seniorinnen, um dieser Frage auf den Grund zu gehen. In regelmäßigen Abständen beobachteten sie die geistige Aktivität der Studienteilnehmer. Dabei berücksichtigten sie unter anderem Faktoren wie Berufsausbildung, Komplexität der ausgeübten Tätigkeit und soziales Engagement.

Recht bald wurde deutlich, dass Personen, die ihrem Gehirn viel Leistung abverlangen, seltener an Demenz erkranken, als Personen, die ihr Hirn im höheren Alter nicht mehr fordern. Die kognitive Aktivität ließ sich auch in den neuronalen Strukturen in den Gehirnen der Probanden ablesen: Die „Gehirnsportler“ wiesen eine entschiedenen höhere Nervenzelldichte auf als die Vergleichsgruppe.

Die Studie zeigt auf, dass ein enger Zusammenhang zwischen kognitiver Aktivität und neurobiologischer Veränderung im Gehirn besteht. Wer den Kopf noch im hohen Alter stetig fordert, kann dem Abbau kognitiver Fähigkeiten entgegenwirken.

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